Etwas antizipieren

Antizipieren – laut der Definition eines Nachschlagewerkes verbirgt sich dahinter das Erwarten einer Sache. Die Handlungsweise einer Person zu antizipieren bedeutet also anzunehmen, dass die entsprechende Person höchstwahrscheinlich auf eine bestimmte Art und Weise reagieren wird. Diese Fähigkeit erleichtert es, in bestimmten Situationen, wie z. B. beim Autofahren, beim Sport und selbst im alltäglichen Leben besser zu agieren, bzw. zu reagieren.

Antizipation beim Sport

Gerade bei Sportarten, die eine taktische Vorgehensweise verlangen, ist ein gewisses Maß an Vorausdenken und planen unumgänglich. So beobachtet der Trainer einer Volleyballmannschaft bspw. sehr genau das Verhalten der gegnerischen Mannschaft. Dabei erkennt er genau die Stärken, aber auch die Schwachstellen des gegnerischen Teams und entwickelt bis zur nächsten möglichen Unterbrechung des Spiels eine Taktik, um seinem Team zum Sieg zu verhelfen.

Antizipation im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr ist es sehr wichtig antizipieren zu können

Im Straßenverkehr ist es sehr wichtig antizipieren zu können

Hier kann es sogar lebensrettend sein. Ob es ältere Passanten sind, die einen Zebrastreifen überqueren oder aber parkende Autos am Straßenrand, in beiden Fällen ist höchste Aufmerksamkeit und situationsbedingtes Weiterdenken gefordert. Während bei älteren Personen die Gefahr bestehen kann, dass sie es sich mitten auf dem Zebrastreifen doch noch einmal anders überlegen und zurückgehen, ist bei den parkenden Autos mit allem zu rechnen. Ob Insassen ihre Türe öffnen, ohne dabei den fließenden Verkehr zu beobachten oder spielende Kinder, die ihrem Ball hinterher rennen, möglich ist alles.

Antizipation im Alltag

Selbst in Situationen, in denen man es kaum erwarten würde, kann antizipieren sehr hilfreich sein. Ein Beispiel: Während einer Unterhaltung in einer bunt gemischten Gruppe, kommt ein bestimmtes Thema zur Sprache. War unser Gegenüber bisher noch die Ruhe in Person, verändert sich im Laufe des Gesprächs einiges an seiner Körperhaltung. Anstatt die Arme locker verschränkt zu halten, ballen sich seine Hände zu Fäusten. Bereits hier kann und sollte man antizipieren. Denn schon dieses Zeichen lässt darauf schließen, dass unser Gesprächspartner sehr verärgert ist und seine Hände wohl kaum dazu nutzen wird, freundlich gemeint, Hände zu schütteln. Seine Handlungsweise zu antizipieren bedeutet in diesem Fall, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Wutausbruch unseres Gesprächspartners kommt, sehr hoch ist. Idealerweise entschärfen wir die Situation, indem wir bspw. ein anderes Thema anschneiden oder sogar mit ihm gemeinsam die Gesprächsrunde verlassen.

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